Die Kampagne Spielsachen fair machen! hat in einem gemeinsamen Schreiben mit 13 europäischen und chinesischen Nichtregierungsorganisationen den Spielzeugverband aufgefordert, dringend und umfassend den sog. ICTI CARE Prozess, der die Arbeitsbedingungen in Spielzeugfabriken in China verbessern soll, wirksamer, glaubwürdig und transparent zu gestalten. In dem Schreiben anerkennen die Organisationen den Versuch von ICTI, einen gemeinsamen Verhaltenskodex für die gesamte Spielzeugbranche zu entwickeln, sehen aber noch viele Mängel, die dazu führen, dass den ArbeiterInnen nach wie vor ein Leben in Würde vorenthalten und ihre Gesundheit geschädigt werde. Diese Mängel wurden wiederholt vom Partner SACOM aus Hongkong in Vor-Ort-Untersuchungen aufgedeckt. Bei der Recherche in zwei Spielzeugfabriken wurden trotz ICTI Zertifizierung schwere Verstöße gegen die eigenen Richtlinien und allgemein anerkannte Menschen- und Arbeitsrechte festgestellt.
Die Organisationen fordern von Alan Hassenfeld, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates von ICTI CARE u.a. - die Verbesserung der Fabrikkontrollen durch mehr unangekündigte Prüfungen; - die Einbeziehung der gesamten Lieferkette von Spielzeugfirmen, die von ICTI CARE zertifiziert werden wollen; - Transparenz über den Verlauf der Umsetzung des ICTI CARE Prozesses bei den Markenfirmen und Überprüfung ihrer Selbstverpflichtungen - umfassende Information und Schulungsmaßnahmen über ihre Rechte und die Anforderungen der Zertifizierung und die Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens; - mehr Beteiligung branchenunabhängiger Personen, insbesondere mehr Gewerkschafts- und NGO-VertreterInnen, in den Steuerungsgremien des ICTI CARE-Prozesses; - die Umgestaltung des ICTI CARE Prozesses in eine Multistakeholder-Initiative; - die Berücksichtigung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und Arbeitsrechte der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und besonders Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen im Kodex von ICTI CARE
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